Gemeinde Galenbeck

 
 

Wittenborn Kirche

Seit dem 12. Jahrhundert wurde das Dorf Wittenborn und deren Ländereien an Fürsten, Herzögen und Ritter mehrmals verpfändet.
1812 erwarb Karl von Oertzen den Klockower Anteil Wittenborns, 1820 verkaufte er das Gut an Abraham Friedrich Müller, er war Mühlenmeister auf der alten Mühle bei Lübbersdorf. 1853 ging das Dorf dann an den Galenbecker von Rieben.
Anfang des 20. Jahrhunderts war das weiträumige Angerdorf, mit einem ehemals großen Teich, nur noch ein Tagelöhnerdorf mit einem Gutshof an der Nordwestecke des Angers, die Kirche bildete den Mittelpunkt des Dorfes.
Die Kirche war ein mittelalterlicher, turmloser Feldsteinbau aus dem 15. Jahrhundert. Sie hatte eine Fläche von 8,10 m x 16,50 m, eine Mauerstärke von 1 m und eine Innenhöhe von 5,6 m. Eingänge befanden sich an der West und Südseite der Kirche. An der Ostseite war ein Dreifaltigkeitsfenster, das mittlere der drei Schlitzfenster war überhöht angeordnet.
Im Jahre 1765, das Datum ist an der Innschrift der Westseite verewigt, wurde die Kirche außen überputzt. Außerdem wurden die Fenstergruppen an den Langseiten und der Ostseite durch barocke Fenster ersetzt. Ein Mansardendach, unten mit liegendem, oben mit stehenden Kehlbalkendachstuhl wurde errichtet. Der barocke Fachwerkturm, der ebenfalls 1765 gebaut wurde, hat über die quadratische Glockenstube ein achteckiges Obergeschoss. Die glockenförmige geschieferte Haube des Daches trug eine achteckige Pyramide.
Die Decke im Innenraum der Kirche wurde mit geschalten Brettern versehen, bemalt wurde sie in quadratischen Feldern mit je einen Stern.
Die Fachwerkvorhalle an der Südseite der Kirche wurde 1766 gebaut.
Der Kanzelaltar aus derselben Zeit ist mit barocken, zum Rokoko hineingehenden Ranken verziert und durch die beiderseitigen Treppen mit dem Chorgestühl links und rechts verbunden.
Zwei Glocken aus Bronze waren im Glockenstuhl, davon ist nur noch die Kleinere erhalten geblieben.